Das maligne Lymphom

 

Das maligne Lymphom, auch unter dem Begriff Lymphosarkom bekannt, ist ein Krebs des blutbildenden Systems.

Dieser Tumor ist einer der häufigsten Tumorarten beim Hund. Prinzipiell können Hunde und Katzen aller Rassen erkranken, bei Hunden haben einige Rassen ein höheres Risiko zu erkranken. Dazu gehören: Boxer, Bullmastiff, Golden Retriever, Basset, Bernhardiner, Scottish und Airdale Terrier, Chow-Chow, deutscher Schäferhund, Pudel, Beagle und englische Bulldogge. Insgesamt haben Hunde mittelgroßer und großer Rassen ein höheres Risiko als Hunde kleiner Rassen.

Eine vergleichbare Erkrankung bei uns Menschen ist das "Non-Hodgkin-Lymphom". Am häufigsten erkranken Hunde im mittleren Alter öder ältere Hunde.

 

Was ist ein Lymphom?

 

Das maligne Lymphom entsteht durch bösärtige Entartung von weißen Blutzellen (Lymphozyten) und zählt zu den systemischen Erkrankungen, das bedeutet, es ist immer der ganze Körper betroffen. Die WHO unterteilt diese Erkrankung in 5 unterschiedliche Grade:

 

Grad I: Vergrößerung eines einzelnen Lymphknotens

Grad II: Vergrößerung mehrer Lymphknoten einer Körperregion

Grad III: generalisierte Vergrößerung aller Lymphknoten

Grad IV: Beteiligung von Leber und/oder Milz (mit oder ohne Grad III-Beteiligung)

Grad V: Manifestation in Blut und Knochenmark und/oder anderen Organsystemen (Nervengewebe, Magen, Darm, Haut u.a.)

 

Jeder einzelne der o. g. Grade muss noch einmal unterteilt werden in

a) ohne klinische Symptome oder

b) mit klinischen Symptomen.

 

Das maligne Lymphom kann in 2 Formen vorliegen - dem B-Zell-Lymphom und dem T-Zell-Lymphom. Die schulmedizinische Behandlung ist für beide Formen gleich, die Prognose des T-Zell-Lymphoms ist aber schlechter. Wie und weshalb es zu dieser Entartung der Lymphozyten kommt, ist besonders beim Hund noch nicht genau bekannt, bei Katzen können FIV oder die Feline Leukose eine Tumorbildung verursachen.

 

Symptome

 

Die Symptome des malignen Lymphoms sind sehr unterschiedlich in Art und Ausprägung. Bei ca. 85% der betroffenen Tiere handelt es sich um das sog. multizentrische Lymphom, bei dem es zu einer nicht schmerzhaften Lymphknotenvergrößerung kommt, v. a. im Bereich großer Gelenke wie Knie und Schulter oder im Unterkieferbereich. In den meisten Fällen wird der Tierarzt konsultiert, weil dem Tierhalter eben jene deutlich vergrößerten Lymphknoten auffallen oder die Lymphknotenvergrößerung ist ein Zufallsbefund bei einer Routinekontrolle, Impfung o.ä.

 

Hinzu kommen bei dieser Erkrankung je nach Stadium und der betroffenen Organe evtl. Schwäche, Lustlosigkeit, mangelnder Appetit, vermehrte Wasseraufnahme, häufiges urinieren, Abmagerung, Erbrechen, Durchfall. 

 

Diagnostik

 

Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Gewebeprobe gestellt werden. Daher sollte neben der körperlichen Untersuchung, dem Blutbild, dem Ultraschall der Bauchorgane und dem Röntgen des Brustkorbs eine Punktion mehrerer Lymphknoten und evtl. ergänzend eine Knochenmarkspunktion durchgeführt werden. 

 

Behandlung

 

Schulmedizinisch ist eine Chemotherapie die Behandlung, die für eine gewisse Zeit am Besten anspricht; abhängig vom Alter und Allgemeinzustand des Tieres und dem Stadium der Erkrankung. Sie ist jedoch keine heilende Behandlung. Wird keine Chemotherapie gewünscht, können mit Cortison in den Anfängen zunächst gute Erfolge erzielt werden, die aber nicht von Dauer sind. In einigen Fällen ist auch eine Bestrahlung möglich. Eine alleinige, vollständige chirurgische Entfernung des Tumors ist nicht möglich, da sich die entarteten Zellen über die Blutbahn im gesamten Körper ausbreiten.

 

Naturheilkundlich bietet u. a. die Mykotherapie wie bei den meisten Krebserkrankungen sehr gute Möglichkeiten. Einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert haben zudem die Stärkung des Immunsystems und eine Tumordiät, um den Tumorzellen keine weitere Nahrung von außen zuzuführen. In der Praxis gestaltet sich das jedoch häufig schwierig, weil die erkrankten Tiere generell wenig bis keinen Appetit haben und oft sehr "mäkelig" werden, was das Futter betrifft. 

 

Hat sich der Tierhalter gegen eine Chemotherapie entschieden oder ist die Erkrankung bereits so weit fortgeschritten, dass eine Chemotherapie nicht mehr begonnen werden kann, geht es nicht darum, alles zu versuchen und zu experimentieren, sondern dem unheilbar erkrankten Tier seine verbleibende Lebenszeit so angenehm und beschwerdefrei wie möglich zu machen, bis es für Tier und Halter an der Zeit ist, loszulassen.

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

Peter-Rosegger-Str. 1b

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Tel. 08638 / 20 99 061

 

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.