Leaky gut Syndrome / Darmdysbakterie

 

Der Begriff Leaky gut Syndrome kommt aus dem Englischen. Übersetzt bedeutet Leaky gut soviel wie "leckender Darm" oder "durchlässiger Darm". Diese Erkrankung kommt sowohl beim Mensch als auch beim Tier vor. Die Darmschleimhaut ist geschädigt und Nährstoffe, Stoffwechselprodukte, Bakterien sowie Toxine gelangen über die durchlässige Darmschleimhaut in den Organismus, wo sie dann entsprechende Beschwerden verursachen. Der Organismus wird sozusagen schleichend vergiftet.

 

Um das Leaky gut Syndrom zu verstehen, muss man wissen, was der Darm eigentlich tut und wie er funktioniert. Der Darm ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Jeder dieser Abschnitte ist für verschiedene Aufgaben zuständig.

 

Der Dünndarm ist für die Aufspaltung und Resorption lebensnotwendiger Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zuständig. Sie gelangen ins Blut und können verwertet werden. Verdauungssäfte wie Speichel, Gallenflüssigkeit oder Sekrete aus Magen und Darm werden vom Dünndarm wieder aufgenommen und regeneriert, quasi "recycelt" und stehen so dem Organismus wieder zur Verfügung. Über die Nahrung und das Maul selbst nehmen unsere Tiere natürlich auch Krankheitserreger in Form von Bakterien und Viren auf. Damit an dieser Stelle keine Probleme durch die aufgenommenen Erreger entstehen, findet man in Dünndarm und im Blinddarm ein lymphatisches Gewebe, welches die Aufgabe hat, Antikörper die Erreger zu bilden. Dieses Gewebe bezeichnet man als die Peyer-Plaques. 

 

Der Dickdarm ist der nächste wichtige Abschnitt des Darms. Seine Aufgabe ist es, dem Brei aus dem Dünndarm Wasser zu entziehen. Dadurch dickt diese Masse ein. Das entzogene (resorbierte) Wasser enthält wichtige Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium. Diese Elektrolyte gelangen über das Wasser ebenfalls in die Blutbahn. Sie sind unabdingbar für eine optimale Funktion von Herz, Muskeln, anderen Organen und physiologischen Abläufen im Körper.

 

Der Dickdarm enthält eine Vielzahl von unterschiedlichen Bakterien. Diese Darmbakterien sind wichtig für die Verdauung, denn sie bauen diejenigen Nahrungsbestandteile ab, die der Dünndarm nicht verdaut hat. Die Bakterien liegen bei einem gesunden Dickdarm in einem bestimmten Verhältnis zueinander vor. Dieser ausgewogene Bakterien-Komplex bildet die physiologische Darmflora. 

 

Der Bakterien-Komplex der Darmflora ist sehr empfindlich auf äußere Einflüsse. Kommt er aus dem Gleichgewicht, beispielsweise durch häufige Entwurmungen, Antibiosen, falsche Fütterung oder Infektionen, können die Dickdarm-Bakterien ihre Aufgabe nicht mehr richtig bewältigen, außerdem können sich Erreger wie Bakterien und Viren ungehindert ausbreiten. Die Folge dieser sog. Dysbakterie ist eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut, in deren Verlauf die Darmschleimhaut immer durchlässiger wird. 

 

Ursachen für das Leaky gut Syndrom

 

Die Ursachen für diese Schädigung der Darmschleimhaut sind unterschiedlich. In Frage kommen vor allem

  • häufige Entwurmungen
  • Medikamente wie Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente oder Chemotherapeutika
  • Fütterungsfehler
  • Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Pilze
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • unerkannter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus
  • unerkannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie oder Laktoseintoleranz
  • chronischer Stress
  • Mineralstoffmangel
  • falsche Zusammensetzung der Gallensäuren

 

Bei der Behandlung des Leaky gut Syndroms muss also genau abgeklärt werden, wo die Ursache liegt.

 

Symptome und Folgen

 

Nicht jeder Patient hat alle Symptome gleichzeitig und nicht jeder Patient hat die gleichen Symptome wie andere Patienten. Zu den häufigsten Symptomen des Leaky gut Syndroms gehören

  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall und/oder Verstopfung
  • Magenbeschwerden
  • Gewichtsverlust durch Verwertungsstörungen
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Ödeme
  • Blutungsneigung
  • Anämie

Da die Erkrankung unerkannt und unbehandelt auch andere Organsysteme betrifft, können im Verlauf evtl. Beschwerden auftreten, die zunächst nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Osteoporose, Hauterkrankungen oder asthmatische Beschwerden.

 

Behandlung

 

Die Behandlung des Leaky gut Syndroms ist langwierig und erfordert ein hohes Maß an Motivation und Mitarbeit des Tierhalters. Sie muss immer auf den Einzelfall abgestimmt sein. Wichtig ist neben der Suche und der Beseitigung des Auslösers natürlich der Aufbau der Darmflora. Die Fütterung muss außerdem genau analysiert und entsprechend angepasst werden. Unterstützend kann sehr gut mit klass. Homöopathie, Bioresonanz, Phytotherapie oder Mykotherapie gearbeitet werden. 

 

 

 

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Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.