Das kleine Blutbild

 

Das kleine Blutbild ermittelt die Zusammensetzung des Blutes, v.a. seine zellulären Bestandteile. Folgende Parameter werden untersucht: Erythrozyten, Erythrozytenparameter (MCV, MCH MCHC, RDW), Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, Thrombozyten, Retikulozyten. Indikationen für ein kleines Blutbild sind u. a. die Untersuchung des Gesundheitszustandes und der Verdacht auf Erkrankungen des Blutes.

 

Erythrozyten: Enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und dienen hauptsächlich dem Transport von Sauerstoff. Sie sind der Hauptbestandteil des Blutbildes und werden im Knochenmark gebildet.

 

Erhöht: 

Polyzythämie, Sauerstoffmangel bei chronischen Lungen-/Herzerkrankungen, Herzfehler, Vergiftungen, endokrine Ursachen wie Cushing-Syndrom, Nierenerkrankungen, Nierentumoren, Lebererkrankungen, Tumoren allgemein, 

Trächtigkeit, Dehydratation, entwässernde Medikamente, Glucokortikoide, Hochleistungssport, Toxine

 

Erniedrigt:

Akute oder chronische Blutungen, Leukämie, Hämolyse, autoimmune Reaktionen, Knochenmarkstumoren, Metastasen, Bestrahlung, Niereninsuffizienz, Nebennierenunterfunktion, Vitamin B12-Mangel, Folsäuremangel, Eisenmangel, Hypothyreose, Nebenschilddrüsenunterfunktion, Hypophysenunterfunktion, chronische Infekte, Tumore, Fehlernährung u.a.

 


MCV: Mittleres Volumen/Größe pro Erythrozyten. Der MCV-Wert wird errechnet aus Hämatokrit und Anzahl der roten Blutkörperchen.

 

Erhöht: 

Vitamin B12-Mangel, Folsäure-Mangel, erbliche DNA-Störungen, Leberzirrhose, Hyperthyreose, Leukämie, aplastische Anämie, Lymphome, Zytostatika-Gabe, Benzol-Vergiftung.

 

Erniedrigt: 

Eisenmangel, Vitamin B6-Mangel, Blutverlust, chronische Infektionen, Rheuma, Nierenerkrankungen, Tumore, Kupfermangel, lange Zinktherapie, Bleivergiftung.

 

Häufig sind MCH und MCHC ebenfalls erniedrigt.

 

 

MCH: Mittlerer Hämoglobingehalt in einem Erythrozyten (rotes Blutkörperchen).

 

Erhöht: 

Folsäuremangel, Vitamin B12- Mangel, chronische Lebererkrankungen, Leukämie, Plasmozytom

überschießende Behandlung einer Eisenmangelanämie

 

Erniedrigt:

Chronischer Blutverlust durch Blutungen im Verdauungstrakt, Eisenmangel, Vitamin B6-Mangel, Infektionen, Kupfermangel

 

 

MCHC: Mittlere Konzentration des Hämoglobins in einem Erythrozyten.

 

Erhöht: 

Folsäuremangel, Vitamin B12-Mangel, Plasmozytom, Leukämie,

Lebererkrankungen, Exsikkose, extreme Hypertriglyzeridämie (Fettstoffwechselstörung mit Erhöhung der Triacylglyceride im Blut)

 

Erniedrigt:

hypochrome Anämie, Blutungen, Darmerkrankungen, Ernährungsstörungen, Vitamin-B1/B6-Mangel, Kupfermangel

chronische Erkrankungen, Infektionen, Tumore

 

 

RDW: Verteilungsbreite der Erythrozyten

 

Erhöht: 

akute hämolytische Anämie, chron. Knochenmarkserkrankung, Eisenmangelanämie 

 

 

Hämoglobin: Roter Blutfarbstoff, wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Er hat vor allem die Aufgabe, Sauerstoff in der Lunge zu binden und in die kleinen Blutgefäße zu transportieren. 

 

Erhöht:

Polyzythämie, Sauerstoffmangel durch chronische Lungen-/Herzerkrankungen, Herzfehler, Vergiftungen, Cushing-Syndrom, Nierenerkrankungen, Nierentumoren, Lebererkrankungen, Tumore, Dehydratation, Diuretika-Gabe, Glucokortikoidtherapie, Hochleistungssport, Toxine: 

 

Erniedrigt:

Akute oder chronische Blutungen durch Traumata oder im Verdauungstrakt, Leukämie, Hämolyse, autoimmune Reaktionen, Knochenmarkstumoren, Metastasen, Bestrahlung, 

Niereninsuffizienz, Nebennierenunterfunktion, Vitamin B12-Mangel, Folsäuremangel, Eisenmangel, Hypothyreose, Nebenschilddrüsenüberfunktion, Hypophysenunterfunktion, 

chronische Infekte u. a. 

 

 

Hämatokrit: Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes. Maß für die Zähigkeit des Blutes. Blut ist etwa viermal dickflüssiger als Wasser. Je höher der Anstieg des Hämatokrits, desto dickflüssiger ist das Blut -> erhöhte Emboliegefahr!

 

Erhöht: 

Polyglobulie, Polyzythämie, Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Dehydratation, Leistungssport.

 

Erniedrigt:

Blutverlust, Eisenmangel, Folsäuremangel, Vitamin B12- Mangel, Hyperhydratation, Niereninsuffizienz.

 

 

Leukozyten: Weiße Blutkörperchen, dienen der Abwehr von Krankheitserregern, indem sie diese unschädlich machen und den Körper so vor Infektionen schützen. 

 

Erhöht:

Entzündungen, bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen, Rickettsien, Protozoen, Diab. mellitus, Urämie, Endotoxine, Vergiftung (Blei, Thallium, Quecksilber, Natriumchlorat, Phen-acetin), Myositis, Tumore, M. Cushing, NNM-Überfunktion, Hyperthyreose, Corticosteroid-, ACTH-, Adrenalin-, Schilddrüsenhormongaben, Hämatome, Hirnblutungen, Encephalitiden, Epilepsie, Leukämie, körperfremde Proteine. 

 

Erniedrigt:

Virale Infektionen, Vergiftungen, Strahlenschäden, Peritonitis, Endometritis, Salmonellose, Östrogenvergiftung, Endotoxine, anaphylaktischer Schock, aleukämische Leukosen, Leukozytopenie der silbergrauen Collies.

 

 

Thrombozyten: Blutplättchen; kernlose, scheibenförmige Blutkörperchen, die im Knochenmark gebildet werden und eine wichtige Rolle für die Blutgerinnung spielen.  

 

Erhöht:

Traumata, OP, Blutverlust, Infektionen, Milzexstirpation, Megakaryozytenleukose, Polycythaemia vera, Karzinomatose 

 

Erniedrigt:

Idiopatische Knochenmarkshypoplasie, Tumore, toxische Einflüsse durch Östrogen, Zytostatika, Chloramphenicol, Benzol, Phenol, Insektizide, Verbrennung, Transfusion großer Blutmengen, ionisierende Strahlung, Sepsis, feline Panleukopenie, feline Leukose, Panmyelophthise (fortschreitende, alle Zellsysteme betreffende Aplasie des Knochenmarks), Umsatzstörung bei idiopathischer thrombozytopenischer Purpura, Lupus erythematodes, thrombozytäre Isoagglutine, Blutung, Verbrauchskoagulopathie (DIC), Thrombose, hämolytische Anämien,  Verteilungsstörung bei Herzinsuffizienz, Splenomegalie

 

 

Retikulozyten: Vorstufe der roten Blutkörperchen; werden vom Knochenmark ins Blut abgegeben und dort in reife Erythrozyten umgewandelt. Dies ist ein ständig fortlaufender Prozess, um die verbrauchten roten Blutkörperchen zu ersetzen. 

 

Erhöht:

akuter Blutverlust, Hämolyse, Eisen- und Vitaminsubstitution bei Anämiebehandlung, Regeneration des Knochenmarks nach Schädigung

 

Erniedrigt:

Eiweißmangel, Eisenmangel, Vitaminmangel, Leukämie, 

chronische Infektionen, chronische Entzündungen, Tumore, chronische Niereninsuffizienz, Hypothyreose, Hypophysenvorderlappen-Unterfunktion, Nebennierenrindenunterfunktion, aplastische Anämie,

Eisenmangelanämie, Anämie durch Kupfermangel, Folsäuremangel, Vitamin B12-Mangel.

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Christina Wick

Tierheilpraktikerin

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.