Juckreiz

 

Im Praxisalltag werden immer häufiger Tiere mit Juckreiz vorgestellt. Jahrelange Cortisongaben haben die Beschwerden zwar kurzzeitig gebessert, die Ursache wurde aber nie gefunden und daher auch nicht behandelt. Juckreiz ist keine Krankheit, sondern immer nur ein Symptom. Die Ursachenforschung bei Juckreiz ist meist sehr langwierig, oft frustrierend, aber dringend notwendig, um das Tier von seinen Beschwerden zu befreien. 

 

Ursachen

 

Als mögliche Ursachen kommen u.a. in Frage

 

  • Parasiten (Zecken, Flöhe, Würmer, Milben)
  • Pilzinfektionen
  • bakterielle Infektionen
  • Schmerzen
  • Futtermittelallergie
  • Atopie (allergische Reaktion auf Pollen, Gräser, Milben etc.)
  • Erkrankungen der Leber
  • Erkrankungen der Niere
  • Fütterungsfehler
  • Streß
  • Langeweile
  • idiopathischer Juckreiz

Die Liste ließe sich noch deutlich erweitern. Das zeigt, wie umfangreich das Thema Juckreiz bei Hund und Katze sein kann. 

 

Diagnosestellung

 

Die Diagnosestellung beginnt entweder mit einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung. Im Zuge der Anamnese zeigen sich bereits häufig Auslöser wie Langeweile, Streß oder auch Fütterungsfehler.

Scheiden diese Faktoren aus, werden im Anschluss daran zunächst die naheliegendsten Ursachen ausgeschlossen, indem das Tier auf Parasiten untersucht wird.

Zum Ausschluss von Endoparasiten wird eine Sammelkotprobe ins Labor geschickt.

Auch Schmerzen können Juckreiz auslösen, daher wird das betroffene Tier körperlich gründlich untersucht.

Zum Ausschluss einer Pilzinfektion oder bakteriellen Hautinfektion kann ein Hautgeschabsel genommen und im Labor untersucht werden.

Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, wird mit Hilfe einer Eliminationsdiät den Komponenten gesucht, die die Allergie auslösen. Nicht immer reagiert ein Tier auf das im Internet oft verschriene Getreide, auslösende Faktoren können beispielsweise auch ein bestimmtes tierisches Protein, Konservierungsmittel oder sonstige Futterzusätze sein. Eine Eliminationsdiät ist zwar langwierig, gibt aber, wenn sie konsequent eingehalten wird, sehr genau Aufschluss über die Unverträglichkeit.

Leber- und Nierenerkrankungen sind ebenfalls ein häufiger Auslöser für Juckreiz. Hier ist es wichtig, die Organe bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Homöopathie, die Mykotherapie und die Phytotherapie bieten hier sehr wirksame und vielfältige Möglichkeiten. 

 

Eine sehr hilfreiche und effektive Methode zur genauen Klärung der Ursache des Juckreizes ist eine Bioresonanzanalyse.

 

Die unbefriedigendste Diagnose ist der idiopathische Juckreiz. Das bedeutet, dass keine Ursache gefunden werden kann. Das kommt in der Praxis zwar äußerst selten vor, aber vereinzelt gibt es den idiopathischen Juckreiz leider doch.

 

Behandlung

 

Vorrangig muss die Ursache des Juckreizes abgestellt werden; bei einer Futtermittelallergie beispielsweise muss konsequent darauf geachtet werden, dem Tier die allergieauslösenden Nahrungskomponenten zukünftig nicht mehr zuzuführen. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm. Deshalb ist es wichtig, bei Allergien auch immer den Darm zu sanieren. Denn ein dauerhaft belasteter Darm führt zu einer Überreaktion des Immunsystems. 


Bei Parasiten muss der Parasitenbefall beseitigt werden. Hier ist es besonders bei Flöhen immens wichtig, die Umgebung ebenfalls zu behandeln, denn nur ca. 10% der Flöhe halten sich auf ihrem Wirt auf. Der Rest versteckt sch in der Umgebung (Teppiche, Sofaritzen, Decken, Schlafplätze der Tiere etc).

Zusätzlich kann bis zur Ausheilung der Juckreiz lokal durch natürliche Mittel oder durch Kühlung der betroffenen Stellen kurzzeitig gebessert werden. Offene oder wunde Hautstellen müssen versorgt werden, um Sekundärinfektionen zu vermeiden. Neben einer Entgiftung des Organismus und Stärkung des Immunsystems erfolgt zusätzlich eine individuell abgestimmte homöopathische und/oder mykotherapeutische Behandlung. Auch die Bioresonanz eignet sich hervorragend zur Behandlung von Allergie und Juckreiz.

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

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84478 Waldkraiburg

 

Tel. 08638 / 20 99 061

 

E-Mail info[at]tierheilpraxis-wick.de

Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.