Wurmkur oder doch lieber Entwurmung?

 

In der Praxis bin ich sehr oft mit der Frage konfrontiert, ob ich auch Wurmkuren habe. Wurmkur...das hört sich irgendwie nett an. Der Wurm bekommt eine Kur. Mit einer Kur möchte man jemandem etwas Gutes tun, er soll wieder zu Kräften kommen, sich erholen. Das wollen wir bei Würmern aber nicht. Deshalb bevorzuge ich den Begriff der Entwurmung. Verwendet man dieses Wort, ist zwar das Gleiche gemeint, es sagt aber genau das aus, was wir erreichen wollen: einen Hund oder eine Katze von Würmern befreien. Eben entwurmen. Führen wir den Gedanken weiter. Wann benötigt ein Tier eine Entwurmung, die es von Würmern befreien soll? Dann, wenn ein Wurmbefall vorliegt.

 

Entwurmung ohne Würmer - macht das Sinn?

 

Vorweg: Eine prophylaktische Entwurmung gibt es nicht. Eine chemische Entwurmung ist dafür konzipiert, vorhandene Würmer abzutöten. Gleichzeitig schädigt sie aber die Darmflora und bringt den Darmbakterienhaushalt in's Ungleichgewicht.

 

Eine Entwurmung nützt also nur dann, wenn tatsächlich Würmer vorhanden sind. Um festzustellen, ob das der Fall ist, sollte regelmäßig eine Sammelkotprobe im Labor auf Endoparasiten untersucht werden. Liegt ein Parasitenbefall vor und muss das Tier entwurmt werden, muss man hinterher daran denken, die Darmflora wieder aufzubauen, zu sanieren. Nur eine gesunde Darmflora kann physiologisch richtig arbeiten. Außerdem ist neben einem guten Immunsystem eine gesunde Darmflora eine sehr gute Prophylaxe gegen Darmparasiten.

 

Ich höre oft von Tierhaltern, dass ihre Tiere über Jahre hinweg monatlich Spot-ons gegen Zecken und Flöhe bekommen und alle 3 Monate eine Entwurmung, ohne dass der Nachweis eines Wurmbefalls erbracht wurde. Hinzu kommen die jährlichen Impfungen, Cortisongaben, Antibiosen...kaum eines dieser Tiere wurde aber jemals von den vielen Belastungen wieder befreit. Der Organismus ist voll von Rückständen der verabreichten chemischen Mittel. Hinzu kommen Umwelttoxine, Bakterien, Viren, Pilze usw. Die Folgen liegen auf der Hand. Beginnt man vor der eigentlichen Therapie mit einer Milieusanierung, hört man bereits nach kurzer Zeit von den Tierhaltern, dass ihr Tier plötzlich viel lebendiger ist, nicht mehr so müde wirkt, das Fell eine gesündere Struktur bekommt. Das zeigt mehr als deutlich, wie wichtig es ist, den Organismus neben den oft unnötig zugeführten BElastungen auch zu ENTlasten.

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

Peter-Rosegger-Str. 1b

84478 Waldkraiburg

 

Tel. 08638 / 20 97 337

 

E-Mail info[at]tierheilpraxis-wick.de

Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.