Inhalieren mit der Katze - so geht's!

 

Bei Atemwegserkrankungen kann Inhalieren nicht nur beim Menschen eine große Hilfe sein. Wer schon einmal eine verschnupfte Katze hatte weiß, dass die Tiere schnell aufhören zu fressen, weil der Geruchssinn durch die verstopfte Nase sehr eingeschränkt ist. Auch Tieren hilft eine Inhalation, gereizte Schleimhäute zu beruhigen, Sekrete zu lösen u.v.m. 

 

Viele Katzenhalter wissen allerdings nicht, wie sie ihrem Stubentiger diese einfache, aber wirksame Hilfe zukommen lassen können. Manche Katzen mögen es, bei Schnupfen, Husten & Co. zu inhalieren, die meisten tun es aber zumindest am Anfang nicht freiwillig und man kann Ihnen kein Kommando geben, sitzen zu bleiben, wie es beim Hund der Fall wäre. Dennoch ist die Inhalation auch mit einer Katze nicht schwer.

 

Die Transportbox als Inhalationszelt

 

Es gibt spezielle Inhalatoren für Tiere, aber diese Anschaffung ist nicht zwingend notwendig. Am einfachsten geht das Inhalieren zu Hause, wenn Sie Ihre Katze in die Transportbox setzen und diese verschließen. Vor die Gittertür der Box stellen Sie eine Plastikschüssel mit der dampfenden Inhalationslösung. Sie sollten unbedingt darauf achten, ausreichend Abstand zwischen Transportbox und Schüssel zu halten, damit Ihre Katze die Pfoten nicht durch die Box stecken und sich an der heißen Flüssigkeit verbrühen kann. Legen Sie anschließend ein Handtuch oder ein Bettlaken über Box und Schüssel. So kann der Dampf sich unter dem Stoff ausbreiten und die Katze kann ihn einatmen.

 

Womit kann inhaliert werden?

 

Sie können Ihre Katze mit heißem Wasser und etwas Meersalz inhalieren lassen. Dafür kochen Sie ca. 1 Liter auf, gießen das heiße Wasser in eine Plastikschüssel und geben einen Löffel Meersalz dazu. Sobald sich das Salz aufgelöst hat, ist die Inhalationslösung fertig. 

 

Natürlich kann man auch Kräuter zur Inhalation verwenden, hierfür empfehle ich Ihnen jedoch, einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker um Rat zu fragen, denn nicht alle Kräuter sind für Katzen geeignet. Auch bei bestehenden Allergien und/oder Vorerkrankungen sollten bestimmte Kräuter nicht eingesetzt werden.

 

Wie oft und wie lange soll meine Katze inhalieren?

 

Je nach Ausprägung der Beschwerden und natürlich abhängig von der Toleranz des Tieres können Sie mit Ihrer Katze 3-5x täglich für mind. 3, aber max. 10 Minuten inhalieren. Bei herzkranken Katzen oder Katzen mit schlechtem Allgemeinbefinden rate ich zu eher kürzerer Inhalationsdauer, um Kreislaufbeschwerden zu vermeiden. Auch bei der Frage nach der Inhalationsdauer, angepasst an den Zustand Ihres Tieres, unterstützt Sie Ihr Tierarzt oder Tierheilpraktiker gerne. 

 

Gewöhnen Sie Ihre Katze nach der Inhalation wieder langsam an die Zimmertemperatur. Der schnelle Wechsel aus der heißen, feuchten Luft unter dem Tuch in die kühle Umgebungstemperatur kann Kreislaufbeschwerden verursachen und eine bestehende Erkältung oder Atemwegsinfektion noch verschlimmern. Sollte das Fell Ihrer Katze sehr feucht geworden sein, trocknen Sie sie nach der Inhalation gründlich ab.

 

Meine Katze will nicht inhalieren

 

Wenn Sie merken, dass sich Ihre Katze allein unter dem Handtuch nicht wohl fühlt, können Sie sich einfach mit drunter setzen oder zumindest Ihren Kopf unter das Handtuch stecken und Ihre Katze beruhigen. Will Ihre Katze überhaupt nicht inhalieren, zwingen Sie sie nicht dazu. Nehmen Sie Ihren Stubentiger statt dessen mit in's Bad, wenn Sie duschen gehen oder setzen Sie sich zwischendurch mit Ihrer Katze in's Bad und drehen Sie das Wasser heiß auf. Nach kurzer Zeit ist die Luft so warm und feucht, dass das bereits helfen kann, Sekrete zu lösen und die Katzennase frei werden zu lassen. Bitte denken Sie aber daran, dass bei Atemwegsinfekten eine Inhalation den Besuch beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker nicht ersetzt.

 

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

Peter-Rosegger-Str. 1b

84478 Waldkraiburg

 

Tel. 08638 / 20 99 061

 

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Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.