Petition gegen geplante EU-Verordnung über Tierarzneimittel

Petition 61871 Tierschutz - Keine Umsetzung der EU-Verordnung COM(2014) 558 im Hinblick auf den Einsatz homöopathischer und naturheilkundlicher Arzneimittel für Tiere vom 28.10.2015

 

Liebe Patientenbesitzer, Herrchen, Frauchen und stille Leser, 

 

wir Tierheilpraktiker brauchen Ihre Unterstützung!

 

Die EU plant eine neue Verordnung für Tierarzneimittel und will damit den Einsatz von Antibiotika bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, verringern. Der geplante Entwurf für eine neue Verordnung für Tierarzneimittel verkehrt dieses Ziel jedoch ins Gegenteil, da es Alternativen der Naturheilkunde unnötig bürokratisiert und ihre Anwendung stark einschränkt.

 

 

Grundgedanke ist der zu reduzierende Einsatz von Antibiotika und eine verbesserte Versorgung der Tiere mit Arzneimitteln. Dieser Grundgedanke ist zwar zu unterstützen, aber unbedachte Formulierungen könnten uns in der Zukunft unsere Ausübung des Berufes erschweren und stehen vor allem mit den gesetzten Zielen und schon bestehenden Verordnungen z.T. im Widerspruch. Daher haben sich viele Tierheilpraktikerverbände zusammengeschlossen. Die teilnehmenden Tierheilpraktikerverbände sind zu dem Schluss gekommen, dass die Kernziele der neuen Verordnung zwar zu begrüßen sind, aber bei detaillierter Betrachtung des Verordnungsvorschlages festzustellen ist, dasss diese nochmals einer kritischen Überprüfung unterzogen werden muss. Teile der Verordnungsvorlage sind nicht konform mit den genannten Zielen, und bei der strengen Auslegung wesentlicher Passagen stehen die Formulierungen sogar im völligen Widerspruch zu diesen Zielen.

  • Der Entwurf gefährdet die Erhaltung der Therapievielfalt traditioneller Methoden in der Tiernaturheilkunde 
  • schränkt die Einsatzmöglichkeiten von Alternativen zu Antibiotika ein
  • bedeutet eine massive Einschränkung der Anwendungsmöglichkeiten für Tierhalter und Tierheilpraktiker
  • würde einem faktischen Berufsverbot der Tierheilpraktiker entsprechen
  • negiert den Nachhaltigkeitsgedanken und den Anspruch von Tier- und Umweltschutz.

Sollen Tiere künftig nur noch solche Arzneimittel erhalten dürfen, die ausdrücklich als Tierarzneimittel zugelassen sind? Soll die Bandbreite der natürlichen Therapiemittel geschmälert und verteuert werden?

 

Neben den Homöopathika sind auch Arzneipflanzen, Phytotherapeutika, Blutegel, Organpräparate und weitere Mittel der Naturheilkunde betroffenUm noch einmal zu verdeutlichen, welche Auswirkungen eine Umsetzung hätte, möchte ich kurz vereinfacht erklären, was die Verordnung vorsieht: 


Die Anwendung soll nur noch zulässig sein, wenn ein Medikament für die spezifische Tierart registriert ist. Praktisch sähe das dann so aus, dass alle homöopathischen Einzelmittel, die wir heute am Tier verwenden, noch einmal spezifisch und potenzweise für Tiere registriert werden müssten, z.B. "Belladonna C 30 für Hund, Katze, Pferd, Rind, Ziege, Schaf, Meerschweinchen, Kaninchen", "Belladonna C 200 für Tierart xyz" usw.

Kein Hersteller von Homöopathika wird die Kosten aufbringen, seine registrierten Homöopathika noch einmal durch ein Registrierungsverfahren für Tiere zu bringen!

Für Tiere stehen derzeit nur wenige Homöopathika zur Verfügung, die als Einzelmittel zugelassen sind, und dann auch meist nicht in Form von Globuli, sondern als Injektionspräparate.

Wenn der Entwurf umgesetzt wird, werden nur noch Tierärzte Homöopathika verordnen dürfen und das auch nur unter eingeschränkten Bedingungen (sog. Umwidmung).

Es ist nicht zutreffend, dass dieser Entwurf nur für Nutztiere gilt (schlimm genug). Er würde auch die Behandlung von Hund, Katze, Meerschwein etc. erfassen und auch die Verabreichung von Medikamenten durch den Tierhalter.

Wir fordern: Nein!

 

Denn das würde den Einsatz von zurzeit noch erhältlichen naturheilkundlichen Arzneimitteln und Mitteln zur Gesunderhaltung und Pflege wie z.B. Kräutern, faktisch unmöglich machen. Die Verordnung kann dazu führen, dass

eine ganze Reihe von Medikamenten pflanzlichen Ursprungs sowie homöopathische Arzneimittel, die bisher ohne Gefahr für Mensch und Tier einsetzbar sind, vom Markt verschwinden oder nur auf Verschreibung des Tierarztes erhältlich sind.

Biolandwirte, Tierhalter und Tierheilpraktiker verlieren wichtige natürliche Therapiemöglichkeiten für Tiere. Naturheilkundliche Arznei- und Heilmittel haben kaum unerwünschte Nebenwirkungen und verursachen i.d.R. weder Rückstände in Milch, Eiern und Fleisch noch in den Ausscheidungen der Tiere.

 

Setzen Sie sich mit ihrer Stimme dafür ein, dass die zuständige deutsche Vertretung in der EU dem Verordnungsentwurf für Tierarzneimittel (2014) COM 558 nicht zustimmt und Homöopathika und Naturheilmittel für Tiere weiterhin eingesetzt werden dürfen.

 

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition! Im Interesse und zum Wohle Ihrer und unserer Tiere.

 

Unter diesem Link finden Sie die Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_10/_28/Petition_61871.html

 

Die vollständige Stellungnahme der Tierheilpraktikerverbände zu der Verordnung finden Sie hier.

 

Wir müssen bis zum 24.Februar 2016 mindestens 50 000 Unterzeichnungen erreichen. Nur dann können wir direkt beim Petitionsausschuss vorsprechen und ggf. einen Termin diesbezüglich beim Bundestag erreichen. Jede Stimme zählt!

 

Es handelt sich um eine offizielle Petition des Petitionsausschusses des Bundestages. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass Sie sich im Rahmen der Unterzeichnung korrekt registrieren und die Unterzeichnung dann über einen Link bestätigen. Nur dann zählt Ihre Stimme! Bitte nehmen Sie sich diese wenigen Minuten Zeit. Wenn Sie Fragen zur Registrierung und Unterzeichnung haben, können Sie mich jederzeit gerne ansprechen.

 

Unterzeichnen Sie und verbreiten Sie bitte unsere Petition, damit wir auch in Zukunft noch für die Gesundheit Ihrer Tiere arbeiten können!

 

 

Vielen Dank!

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

Peter-Rosegger-Str. 1b

84478 Waldkraiburg

 

Tel. 08638 / 20 99 061

 

E-Mail info[at]tierheilpraxis-wick.de

Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.