Zecken auf dem Vormarsch

 

Unser milder Winter hat dafür gesorgt, dass die Zecken bereits sehr früh und in großer Zahl aktiv werden und unsere Haustiere belästigen. Diese Ektoparasiten sind nicht nur lästig, sondern übertragen gefährliche Krankheiten auf Mensch und Tier.  

 

 

Wählerisch - Zecken bevorzugen bestimmte Körperregionen

 

Bei Temperaturen über 6° Celsius werden Zecken, die zur Familie der Milben und zur Klasse der Spinnentiere gehören, wieder aktiv. Entgegen der landläufigen Meinung, Zecken fielen von den Bäumen, legen diese Lästlinge sich auch in Büschen, Gräsern und Sträuchern auf die Lauer. Haben sie einen geeigneten Wirt gefunden, saugen sie dessen Blut. Mit ihrem mit Widerhaken besetzten Stechapparat bohren sie sich in die oberflächlichen Hautbezirke des Wirtes ein und saugen Blut und Lymphflüssigkeit. Auf diese Weise werden Krankheiten übertragen. In den Monaten von März bis Oktober sollten Sie Ihr Tier regelmässig an den von Zecken bevorzugten Stellen nach einem Befall absuchen: am Hals, an den Schenkelinnenseiten und im Gesicht.

 

Krank durch Zecken

 

Der beim Saugakt abgesonderte Speichel der Zecken kann gefährliche Krankheitserreger enthalten und beispielsweise Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiose und die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Je länger die Zecke auf ihrem Wirt sitzt und Blut saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung. Betrachtet man die Zeiten, die für eine Übertragung veranschlagt werden (Babesien etwa 48 Stunden, bakterielle Erregern 1 bis 2 Tage, FSME-Virus etwa 12 Stunden), wird klar, warum Zecken so schnell wie möglich entfernt werden sollten.


Ein einziger Stich kann schlimme Folgen haben

 

Der Gemeine Holzbock (lat.: Ixodes ricinus) ist in Europa am häufigsten vertreten. Wissenschaftlichen Studien zufolge ist etwa jede dritte Zecke dieser Gattung mit Borrelien und 5 bis 20 Prozent mit Anaplasmen infiziert. Die Lyme- Borreliose entwickelt sich schleichend und kommt sowohl beim Menschen als auch beim Tier vor, wobei bei Katzen eine Borreliose bis heute noch nicht sicher nachgewiesen werden konnte. Insgesamt betrachtet sind Katzen in Deutschland für Infektionskrankheiten, die von Zecken übertragen werden, weniger empfänglich als Hunde oder Rinder und Pferde. 

Eine Infektion ist nicht zwingend eine Erkrankung

 

Wird ein Tier von einer Zecke infiziert, so führt dies nicht zwingend zu einer Erkrankung. Eine Erkrankung liegt nur dann vor, wenn auch klinische Symptome diagnostiziert werden. Viele Hunde weisen z. B. einen Anaplasma-Titer auf, obwohl sie nicht krank sind. Bei der Borreliose verhält es sich ähnlich. Hauptsymptom der Borreliose ist eine schmerzhafte Gelenkentzündung, gefolgt von Fieberschüben, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. In seltenen Fällen kann eine Borreliose auch tödlich verlaufen. Andere bei uns heimische Zeckenarten, wie die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), gelten als Überträger der Babesiose, eine gefährliche Infektionskrankheit bei Hunden, die zur Zerstörung der roten Blutkörperchen führt und unbehandelt tödlich verläuft. Ein Großteil der in deutschen Tierarztpraxen vorgestellten Hunde mit Ehrlichiose oder Babesiose stammt aus dem Ausland.

 

Einfache Behandlung 

 

Zur Behandlung von Zecken gibt es von verschiedenen Firmen Präparate in unterschiedlichen Darreichungsformen. Sogenannte Spoton- Präparate zum Aufträufeln auf die Haut haben den Vorteil, dass nur kleine Mengen aufgetragen werden müssen und die Wirkung schnell einsetzt. Manche dieser Kontakt- und Nervengifte wirken zusätzlich gegen Flöhe und Milben. Einzelne Zecken- Präparate wirken nicht gegen alle Zeckenarten, sodass unter Berücksichtigung der Zeckenverbreitung in unterschiedlichen Regionen unbedingt die Packungsbeilage gelesen werden sollte. Hier finden Sie eine Übersicht über die heimischen Zeckenarten und deren Vorkommen. Auskünfte geben auch Tierärzte, denn viele dieser Präparate sind ausschließlich beim Tierarzt erhältlich. Neben Spot-on-Präparaten sind auch Tabletten, Puder oder Sprays erhältlich, die preislich meist etwas günstiger sind sowie Halsbänder, die z. T. zusätzlich gegen Leishmaniose eingesetzt werden können. 

 

Bernstein als Alternative

 

Alternativ zu den genannten Präparaten haben sich gegen Zecken Bernsteinketten bewährt. Nach Aussage mehrerer befragter Heilpraktiker und Tierheilpraktiker soll die Wirkung daher rühren, dass die Steine durch Reibung mit den Haaren ein elektrisches Feld im Fell aufbauen, das für Flöhe und Zecken sehr unangenehm ist, sodass sie wieder abspringen bzw. sich wieder abfallen lassen, bevor sie beißen.

VDT-Mitglied
Gulahund Yellowdog Program

Tierheilpraxis für Hunde & Katzen

Christina Wick

Tierheilpraktikerin

Peter-Rosegger-Str. 1b

84478 Waldkraiburg

 

Tel. 08638 / 20 99 061

 

E-Mail info[at]tierheilpraxis-wick.de

Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Methoden, sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art, um Verfahren der alternativen Medizin handelt, die wissenschaftlich umstritten und schulmedizinisch nicht anerkannt sind.